Ringvorlesung Medienkompetenz “Social Software im Bildungsbereich – Schwerpunkt Blogs”

Die Inhalte diese Beitrags beziehen sich auf meinen Beitrag Social Software im Bildungsbereich – Schwerpunkt Blogs zur Ringvorlesung Medienkompetenz – digitale Medien in Studium, Lehre und Beruf.

Fragen, Anregungen & Ideen

Fragen, Anregungen & Ideen können Sie hier als Kommentar posten oder während der Veranstaltung im kollaborativen Protokoll festhalten. Selbstverständlich können wir unabhängig davon auch in der Präsenzveranstaltung Fragen klären.
Die Kommentarfunktion steht Ihnen auch im Anschluß an die Veranstaltung zur Verfügung.

Begriffe

Web 2.0

Das Internet ist nicht mehr nur ein Ort der Programmierern, Agenturen und großen Unternehmen einen Raum zur Veröffentlichung bietet und den “normalen” Benutzer zum Konszumieren “verdammt”.
Für die Produktion und Veröffentlichung eigener Inhalte ist ein Zugang zum Internet im Prinzip völlig ausreichend.

Web 1.0 vs. Web 2.0

((1))

Social Software

…ist ein Modewort für Software, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dient…((2))

Social Software sind solche internetbasierten Anwendungen, die Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement in den (Teil-) Öffentlichkeiten hypertextueller und sozialer Netzwerke unterstützen.((3))

Blogs

…Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.((4))

A Blog is as system which aims to log Information on the web in a reverse chronological order. These logged Information have a Permalink and a timestamp.((5))

Einige weitere Erläuterungen zu Grundlagen im Bereich social Software / Web 2.0 Dienste finden Sie hier.
Wie es aktuell um die Nutzung des Social Web im deutschsprachigen Raum steht zeigt eine Infografik im Social Media Blog. Die Quellen für das Zahlenmaterial der Infografik sind hier zu finden.

It’s all about sharing

Wenn du einen Apfel hast und ich habe einen Apfel und wir tauschen die Äpfel, wird jeder von uns nach wie vor einen Apfel haben.
Aber wenn du eine Idee hast und ich habe eine Idee und wir tauschen diese Ideen aus, dann wird jeder von uns zwei Ideen haben.
(George Bernhard Shaw)


((6))

Technik vs. Kultur

Wissen, Informationen, Lerninhalte, … zu teilen ist nicht primär eine Frage der Technik, sondern eine Frage der Kultur.
Sharing Technik ((7)) Sharing Kultur((8))

Bedeutung für den Bildungsbereich

((9))

  • Jeder Schüler auch ein Lehrer?
  • Neuer Lehrerrolle? Der Lehrer als Facilitator s. auch http://englisch.schule.de/didlehr.htm#facilitator
  • Von frontalem zu dezentralem/vernetztem Unterricht?
  • Von geschlossenen Klassen- und Seminarräumen zu Transparenz?

In der hochschuldidaktischen Diskussion wird hierzu der „shift from teaching to learning“ benannt. Wildt spricht von „…der Abkehr von einer Input-Steuerung des Bildungs bzw. Hochschulsystems [...]. Die in den Fachkulturen an Hochschulen zumeist herrschende Lehre, dass es im didaktischen Geschehen auf die „Content-Orientierung“, d. h. auf Darstellung und Vermittlung von Lehrinhalten ankommt, verliert zunehmend an Einfluss.“((10))

Beispiele


Seminar “Lernen im social Web”

Seminarblog
Persönliche Blogs der Seminarteilnehmer
Learning Objects
Reflexion

Open Course “Zukunft des Lernens”

Infrastruktur der Veranstalter

Website
Blog
Hashtag (#opco11)
UStream Channel
Newsletter

Infrastruktur die durch die TN ergänzt wurde

Teilnehmerliste in einem Wiki
Gruppe bei diigo (social Bookmarks)
Blogs der einzelnen Teilnehmer
Etherpad Dokument zum Thema der ersten Woche “Bildungsvisionen”
Etherpad Dokument zum Thema der zweiten Woche “Netzwerke”
Audioboo z.B.
Listen!

Social Software in dieser Ringvorlesung

Die Beiträge zu dieser Ringvorlesung werden als Video im Internet verfügbar gemacht. Dies kann der erste Einstieg sein, die Diskussion zu den Beiträgen auch ausserhalb des Veranstaltungsraumes und der Veranstaltungszeit weiter zu führen oder dort sogar zu beginnen. Den Beitrag von Michael Heinecke am 28.04.2011 habe ich mir zuhause auf dem Sofa angesehen, weil ich nicht zur Veranstaltung selbst kommen konnte. Ich hatte ein paar Anmerkungen zu den Inhalten des Vortrags die möglicherweise in der anschliessenden Diskussion bereits zur sprache kamen, auf dem Video aber nicht enthalten waren. Ich habe meine Anmerkungen in diesem Blog festgehalten und per Twitter um Rückmeldung dazu gebeten. Selbstverständlich habe ich Michael Heinecke noch einmal direkt über den Beitrag informiert. Vier Personen haben auf diesen Eintrag mit einem Kommentar reagiert. Einer von Ihnen war Michael Heinecke.

Zusammenfassung

Ich wollte die Grundlagen von social Software und Blogs, sowie die möglichen damit verbundenen Veränderungen in den unterschiedlichen Bildungsbereichen aufzeigen. Der Schwerpunkt lag hier bei Blogs im Bereich der Hochschule. Es sei jedoch erwähnt, dass es keinen Bildungsbereich gibt (Kindergarten, Schule, Hochschule, berufliche Aus- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung, außerschulische Jugendarbeit sowie nicht formale und informelle Bildung von Blogs und social Software profitieren können. Voraussetzung ist jeweils eine entsprechende Lern- und Organisationskultur bzw. die Bereitschaft sich auf eine Veränderung der Kultur einzulassen. Abgerundet wurden die theoretischen Überlegungen durch konkete Beispiele wie social Software / Blogs zur Unterstützung von Bildungsprozessen eingesetzt werden können.

Update:
Die Sitzung ist nun online verfügbar.

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  1. Photo POPOEVER auf Flickr Web 1.0 vs. Web 2.0[]
  2. Seite „Soziale Software“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Februar 2011, 19:14 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Soziale_Software&oldid=85078078 (Abgerufen: 12. Mai 2011, 12:18 UTC) []
  3. Jan Schmidt: Social Software: Onlinegestütztes Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement. In: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, Nr 2/2006 S.2[]
  4. Seite „Blog“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Mai 2011, 05:03 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Blog&oldid=88475014 (Abgerufen: 12. Mai 2011, 12:19 UTC) []
  5. Definition of Blog[]
  6. Bildquelle: better taste than sorry []
  7. Michael Chen bei flickr sharing []
  8. Ben Grey bei flickr sharing []
  9. Courosa auf flickr Open teaching – thinning the walls []
  10. Wildt, J. (2002): Vom Lehren zum Lernen. Zum Wandel der Lernkultur in modularisierten
    Studienstrukturen. In: Berendt, B. u. Voss, H.-P. u. Wildt, J. (Hrsg.): Neues Handbuch
    Hochschullehre. Berlin[]

Autor: Ralf Appelt

Mein Name ist Ralf Appelt. Ich interessiere mich für Medien, Bildung & Design. Man kann den RSS-Feed dieser Seite abonnieren oder mir bei Twitter folgen. Kommentare, Anregungen und andere Reaktionen zu meinen Beiträgen freuen mich sehr!

7 Kommentare

  1. Shalom Hans,
    vielen Dank für diesen sehr ausführlichen und interessant zu lesenden Artikel.Der Schwerpunkt lag also, beim Einsatz der Blogs im Hochschulbereich. Da ich mich mit dem Einsatz von Blogs für Deutsch als Fremdsprache in Erwachsenenkursen, Selbstzahler, beschäftige, wollte ich wissen, welches erlebte und praktizierte Vorwissen von den zukünftigen Praktikaten zu erwarten ist. Wenn ein neuer Praktikant zu uns kommt, lauten meine Fragen immer: “Wie gehen Sie mit digitalen Medien im Hochschulbetrieb um? Welche Erfahrungen bringen Sie diesbezüglich aus Ihrem Fachbereich mit? Welche Vorstellungen haben Sie, wie unsere Kursteilnehmer mit digitalen Medien umgehen?

    Ich bin gespannt, welcher Beitrag in der nächsten Woche erscheint, wenn es um die Tools geht. Ich würde mich freuen, wenn ich eine Erklärung bekommen könnte, wie und natürlich mit welchen Tools das tolle Bild zur #opco11 Kursstruktur entstanden ist.
    LG Eva

    • Ich antworte jetzt einfach mal, auch wenn ich nicht Hans bin ;-)
      Welche Vorkenntnisse und Einstellungen künftige Praktikanten mitbringen kann ich schlichtweg nicht beurteilen. Wie steht es denn aktuell um diese Kenntnisse und Einstellungen?

      Die Grafik habe ich mit OmniGraffle erstellt. Ein großartiges Programm!

  2. Ralf, ich bitte vielmals um Entschuldigung!!! Die Namensverwechslung ist mir sehr peinlich. Danke für den lockeren Umgang mit der Situation ;-).

    Ich werde mir OmniGraffle ansehen, ebenfalls Danke auch dafür.

    Zu den Praktikanten lässt sich allgemein feststellen, dass sich ihre aktuellen Kenntnisse auf den privaten Umgang mit Medien stützen. Von der Hochschule sind manchmal LMSs bekannt. Deshalb fand ich Deinen Artikel so lesnswert, der zeigt, wie Veränderungen diebezügich in der Hochschulausbildung möglich sind.
    LG Eva

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  5. Pingback: Medienkompetenz – Digitale Medien in Studium, Lehre und Beruf | GEGENWAeRTs

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