61.110
Torsten Meyer, Institiut 10, H1
Christopher Nolans Film “Memento” setzt den Inhalt in die Form seiner Darstellung um. Der Hauptdarsteller leidet unter einer Blockade des Kurzzeitgedächtnisses. Alles neu Erlebte verblasst nach kurzer Zeit, jede Situation ist für ihn komplett neuartig, so als würde er an einem unbekannten Ort bei unbekannten Menschen aufwachen.
Die Erzähltechnik des Films bringt den Zuschauer permanent in genau die gleiche Lage. Ständig wird er in Szenen geworfen, die quasi mittendrin beginnen, und das Publikum teilt mit der Hauptfigur die Verwirrung darüber, was momentan “und überhaupt” los ist.
Mit Lev Manovich könnte dies als die “key form” des “computer age” gekennzeichnet werden: “Falls uns die Welt nach dem Tod Gottes (Nietzsche), dem Ende der großen Erzählungen der Aufklärung (Lyotard) und der Ankunft des Netzes (Tim Berners-Lee) als eine endlose, unstrukturierte Sammlung von Bildern, Texten und anderen “data records” erscheint, scheint es nur angemessen, dass wir dazu neigen, sie als “database” zu modellieren.”
Die Veranstaltung befasst sich mit der Frage, ob und wie sich im Zuge der Entwicklung neuer Medientechnologien und globalisierender Kultur das moderne Verständnis von Subjekt, Gesellschaft und Bildung verändert.
Die Veranstaltung steht in engem Zusammenhang mit der Veranstaltung Nr. 61.089 von Karl-Josef Pazzini.
15-Apr-2004
12-Apr-2001
06.059, G1, G5, G6
Torsten Meyer, Inst. 10
Am Beispiel des sogenannten Science-Fiction-Filmes “The Matrix” sollen verschiedene Grundbegriffe einer pädagogisch relevanten Medientheorie metaphorisch veranschaulicht werden. Der Bogen wird dabei vom platonischen Höhlengleichnis bis zum World-Wide-Web gespannt und mündet in der Frage, “wo drin” eigentlich Boris Becker meint zu sein, wenn er in einem AOL-Werbespot fragt: “Bin ich da schon drin, oder was?” Ergebnisse der gemeinsamen Denkarbeit sollen in Form eines HyperText-Haufens im World-Wide-Web öffentlich gemacht werden. Die dabei vermutlich auftretenden redaktionellen und mediendidaktischen Probleme werden die medientheoretischen Diskussionen praktisch unterfüttern. Leistungsnachweise können durch Referat, schriftliche Ausarbeitung und Umsetzung in HyperText erworben werden. Voraussetzungen: Computergrundkenntnisse, Umgang mit dem www.
09-Nov-2000
Torsten Meyer, Inst. 1
06.058, G3, G5, G6
>Medienkompetenz< wird derzeit als “pädagogischer Schlüsselbegriff” gehandelt und ist weit über die Grenzen des pädagogischen Feldes hinaus zum schillernden In-Begriff geworden. >Medienkompetenz< wird nicht nur als “Basisqualifikation für nahezu alle Berufsfelder” angesehen, sondern gilt allgemein als Voraussetzung zur Bewältigung der Zukunft in der >Mediengesellschaft ImMedium>The Truman Show< lassen sich diese Fragen im Hinblick auf die pädagogische Praxis und erziehungswissenschaftliche Theorie anschaulich erörtern. Der Bogen wird dabei vom platonischen Höhlengleichnis bis zum world-wide-web gespannt. Leistngsnachweise können durch Referat und schriftliche Ausarbeitung erworben werden. Voraussetzungen: Computerkenntnisse, Umgang mit dem www. Vorbereitungsmöglichkeit: Niccol, Andrew: Die Truman Show. Das Drehbuch, Frankfurt/M: Fischer 1998






